Alltagstheorien über Schülergewalt: Perspektiven von by Gabriele Klewin

By Gabriele Klewin

In dieser Arbeit wurden mittels problemzentrierter Interviews 18 SchülerInnen und 6 LehrerInnen über ihre Alltagstheorien zu Schülergewalt befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass LehrerInnen und SchülerInnen zwar in der Beurteilung des Gewaltausmaßes an ihrer Schule weitgehend übereinstimmen, in anderen Punkten jedoch deutliche Unterschiede zu verzeichnen sind. So verweisen die LehrerInnen in ihren Ursachenvermutungen zuerst auf die Familie als zentralem Entstehungskontext während die SchülerInnen diesen Zusammenhang nicht herstellen. Die Aussagen über Prävention und Intervention zeigen, dass Präventionsprogramme die Perspektive von Lehrkräften stärker berücksichtigen sollten.

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1996, S. 78). Und mit Ausnahme von verbaler Gewalt wird die Betroffenheit der Kolleglnnen hOher wahrgenommen als die eigene (ebd. S. ). a. interpretieren einige ihrer Befunde dahingehend, dass die Beurteilung der Lehrkrafte weniger aufgrund eigener Erfahrungen, sondern anhand von Medienberichten oder Erzahlungen anderer geschehen. „Hier ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, daii eher soziale und/oder massenmediale Stereotype reproduziert werden, als daB ein eigenes Erleben zugrunde liegt.

1995, S. a. 1996, S. 78). Und mit Ausnahme von verbaler Gewalt wird die Betroffenheit der Kolleglnnen hOher wahrgenommen als die eigene (ebd. S. ). a. interpretieren einige ihrer Befunde dahingehend, dass die Beurteilung der Lehrkrafte weniger aufgrund eigener Erfahrungen, sondern anhand von Medienberichten oder Erzahlungen anderer geschehen. „Hier ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, daii eher soziale und/oder massenmediale Stereotype reproduziert werden, als daB ein eigenes Erleben zugrunde liegt.

A. 1983), naive Verhaltenstheorien (Laucken 1974), implizite PersOnlichkeitstheorien (Hofer 1974) oder Informationsverarbeitung von Lehrern (Hofer 1981a), wobei einige dieser Begriffe dariiber hinaus auch synonym zu Alltagstheorien benutzt werden. Offen bleibt auch, weshalb von Theorien die Rede ist und bspw. ) oder AWtSigsw issen. Die Verwendung des Theoriebegriffs auch auf Alltagswissen geht zurtick auf Kelly und seine Aussage „man the scientist" (1955, zit. n. Flick 1996b, S. 90). Der Grundgedanke besagt, dass auch im alltaglichen Denken logische Argumentationen, etwa mit Wenn-dannSchlussen, eine entscheidende Rolle spielen.

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