Aktivisten der Normalbiographie: Zur biographischen by Daniela Schiek

By Daniela Schiek

Folgt guy Studien zur Prekarisierung, beklagen unsicher Beschäftigte die fehlende Möglichkeit zur Lebensplanung und streben nach der Normalbiographie. Gleichzeitig gilt als Binsenweisheit, dass sich die Einzelnen längst von der Normalbiographie verabschiedet haben und diskontinuierliche „Patchworkbiographien“ leben (wollen). Daniela Schiek verbindet diese beiden Diskussionsstränge theoretisch wie empirisch; mittels biographischer Fallanalysen untersucht sie die gegenwärtige Relevanz, die die Normalbiographie durch prekäre Erwerbslagen erlangt. Im Ergebnis zeigt sich diese nicht als irgendeine und dabei vergangene biographische choice, sondern als Scharnier zwischen Individuum und Arbeitsgesellschaft: als Leben – das einzige, das Individuen kennen.

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Durch Arbeitslosigkeit) gebrochenen Verlauf früher eintreten als regulär (vgl. Kohli 1977: 642). Die Wahrscheinlichkeit solch gebrochener Verläufe hat zugenommen, die Kontinuitätsgarantie im Lebenslauf wird brüchig. Deshalb konstatiert Kohli eine Zunahme biographischer Aufmerksamkeit. „Wenn es also eine Krise ist, auf die die Biographisierung der Lebensführung gegenwärtig antwortet, so ist sie gerade dadurch konstituiert, daß institutionelle Normalitäts- bzw. Kontinuitätsmuster bestehen, die verletzt oder problematisch werden; d.

Mit Schelsky und dessen Bezugnahme auf Gehlen gedacht, würden sich die im Hintergrund erfüllten menschlichen Bedürfnisse dann in den Vordergrund stellen. Da sie durch ihre Institutionalisierung „trivialisiert“ wurden, würde ihre nunmehr Frontstellung im Leben als herabwürdigend wahrgenommen, was sich „dann auch in sozialen Gruppen- und Prestigebewertungen niederschlägt“ (Schelsky 1965: 264). Ist mit Kohli die Frage nach einer neuen biographischen Lebensform nicht eindeutig zu einer Seite hin beantwortbar, kennzeichnet sich die aktuelle soziologische Diskussion über die Normalbiographie dadurch, dass sie mittlerweile ausschließlich als vergangene Form der Herstellung lebenszeitlicher Kontinuität bezeichnet wird.

In diesem Zusammenhang wird eine „Hoffnung auf Normalisierung der Biographien“ benannt (Dörre et al. 2006: 59). Es ist die Lebenslaufsoziologie, die hierzu etwas beizutragen weiß und mit der das in den Blick genommene Feld zu erweitern ist. 1). 3). 1 Die Bedeutung (normal-) biographischer Perspektivität Biographische Perspektivität beschreibt den Umstand, dass die Lebenszeit einen selbstverständlichen Rahmen der Deutung und Handlung von Einzelnen darstellt (vgl. Kohli 1985: 21; Geissler/Oechsle 1990: 50).

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